
Zwischen Dunkel und Vielleicht
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Die Hook trägt eine 12-saitige Akustikgitarre, die in tiefer bis mittlerer Lage ein offenes Arpeggio mit weichen Daumenanschlägen auf den Basssaiten und klaren Fingerpicks auf den hohen Saiten spielt. Darüber singt die Stimme im warmen mittleren Register lange, leicht gebrochene Phrasen auf den Zählzeiten 1 und 3, mit kleinen Atempausen, damit das Gefühl von Unsicherheit stehen bleibt. Ein Cello legt im Hook einfache, schwebende Gegenlinien im tiefen Register darunter, während eine sehr leise Snare mit Besen nur einen langsamen 4/4-Puls andeutet. Kein großer Pop-Impact, sondern ein schmerzlich offener Sog, der zieht statt aufzulösen.
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Songtext
Es ist leise in den Zimmern, doch in mir schreit jeder Stein. Alle Fragen liegen offen, keine Antwort passt hinein. Ich hab Lächeln aufgesammelt, die ich früher mal gekannt. Jetzt zerfallen sie wie Asche in der kalten, müden Hand. Und ich weiß nicht, ob das Morgen wirklich anders werden kann. Ob man irgendwann begreift, warum man so viel tragen kann. Vielleicht wird es wieder hell, vielleicht bleibt es einfach grau. Vielleicht steh ich irgendwann auf und weiß nicht mehr genau, wie tief die Nacht gewesen ist, wie schwer der Atem war. Vielleicht wird alles wieder gut — vielleicht nur anders, irgendwann. Manche Tage sind wie Wasser, das mir bis zum Herzen steht. Und ich tu so, als wär’s leichter, damit niemand fragen geht. Ich hab gelernt, mich festzuhalten an dem, was nicht zerbricht. Doch manchmal hält man nur noch Schatten und verwechselt sie mit Licht. Und ich weiß nicht, ob die Wunden jemals wirklich leiser sind. Oder ob man nur gewöhnt wird an den Sturm, der innen klingt. Vielleicht wird es wieder hell, vielleicht bleibt es einfach grau. Vielleicht steh ich irgendwann auf und weiß nicht mehr genau, wie tief die Nacht gewesen ist, wie schwer der Atem war. Vielleicht wird alles wieder gut — vielleicht nur anders, irgendwann. Wenn Hoffnung nur ein Flüstern ist, dann hör ich sie noch kaum. Sie steht irgendwo im Nebel wie ein halb vergessner Traum. Ich geh weiter ohne Richtung, nicht mutig, nur noch wach. Mit jedem Schritt ein bisschen müder, mit jedem Schritt nicht ganz so schwach. Vielleicht wird es wieder hell, vielleicht bleibt es einfach grau. Vielleicht finde ich den Weg nicht, aber lauf ihn trotzdem raus. Vielleicht ist alles, was noch bleibt, ein Funke unter Staub. Vielleicht reicht er nicht zum Brennen — vielleicht reicht er doch noch aus. Und wenn die Nacht mich wieder findet, setz ich mich still neben sie. Frag nicht mehr, wann sie verschwindet. Nur ob ich trotzdem weiterzieh.
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